-1.6 C
Berlin
Freitag, 15 Januar 2021
Start Wissen Kunst Der Expressionismus - Als das Innere nach außen gekehrt wurde

Der Expressionismus – Als das Innere nach außen gekehrt wurde

In unserem letzten Artikel über Kunstepochen habt ihr den Kubismus kennengelernt. Diese Kunstrichtung hat am Anfang des 20. Jahrhunderts für viel Aufregung gesorgt, weil sie Gegenstände, Gebäude und Personen anders dargestellt hat, als sie „in echt“ aussahen. Aus dem Kubismus entwickelte sich als neue große Kunstrichtung der „Expressionismus“ und der war wirklich ganz anders als alles, was es vorher gab.

Edvard Munch – Der Schrei
Public domain

Erinnert ihr euch an unseren Artikel über Impressionismus? Da ging es um den Eindruck, den der Künstler beim Betrachten einer Landschaft hatte. Also das, was er gefühlt hat, wenn er die Natur angesehen hat. Beim Expressionismus ist es genau das Gegenteil. Expression bedeutet Ausdruck, die Expressionisten haben also ihre innersten Gefühle gemalt, ohne dass diese Gefühle etwas mit dem Motiv zu tun hatten. Das Bild, das sie gemalt haben, war nur dazu da um ihren Gefühlen eine Form zu geben. Sie haben sich damit ganz von der naturgetreuen Malerei abgewendet, was damals ein echter Skandal war! Für ihre Bilder haben sie ganz bunte, knallige Farben verwendet und sich völlig neue Formen ausgedacht. Das hat viele Menschen damals schockiert und es wurde sehr schlecht über die expressionistischen Bilder geredet. Den Künstlern wurde sogar vorgeworfen, sie könnten gar nicht richtig malen. Die Künstler sind auch auf andere Art und Weise sehr „aus der Reihe getanzt“, indem sie nämlich nicht nur schöne Gefühle gemalt haben. Sie wollten auch negative Gefühle wie Trauer, Wut, Schmerz oder Angst zeigen. Sie wollten erreichen, dass die Menschen, die sich ihre Bilder angesehen haben, diese Gefühle auch spüren konnten. Sie wollten die Menschen bewegen, und das haben sie auch geschafft. Berühmte expressionistische Künstler waren Wassily Kandinsky, August Macke oder Paul Klee.

Die anderen Kunstepochen sind:

– Renaissance (15. – 16. Jahrhundert): realistisch und schön
Barock (17. Jahrhundert): verschnörkelt und dramatisch
Romantik (18. – 19. Jahrhundert): phantasievoll, mystisch
Realismus (19. Jahrhundert): realistisch, ehrlich
Impressionismus (19. Jahrhundert): helle Farben, ungenaue Bilder
– Pointillismus (19. – 20. Jahrhundert): Punkte, starke Farbkontraste
Jugendstil (19. – 20. Jahrhundert): klare Linien, florale Motive, Einzigartigkeit
Kubismus (20. Jahrhundert): geometrische Formen
Expressionismus (20. Jahrhundert): einfache Formen, emotionale Themen
Dadaismus (20. Jahrhundert): Unsinn, Zufall, Sinnlosigkeit
Surrealismus (20. Jahrhundert): Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit
– Pop-Art (20. Jahrhundert): bunt, laut, Massenproduktion

Wenn ihr auf die Namen der Epochen klickt, könnt ihr mehr darüber lesen. Natürlich erst wenn die Artikel veröffentlicht sind. (js,mg)

Bildrechte Information
Startbild von Wassily Kandinsky
Bild Roter_Fleck
Diese Werk ist Gemeinfrei Quellen-Link

8 KOMMENTARE

Comments are closed.

Weitere Artikel